GEA "Nachgefragt bei Helmut Osswald"
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Am Trainer liegt’s nicht
GAMMERTINGEN. Der Fußball-A-Ligist (Bezirk Donau) TSV Gammertingen liegt nach zehn Spielen auf einem enttäuschenden 14. Platz. Vor Beginn der Runde gaben die Gammertinger die Parole aus, im Aufstiegsrennen kräftig mitzumischen. »Am Trainer liegt es nicht«, betont Abteilungsleiter Helmut Oßwald im Gespräch mit GEA-Mitarbeiter Tobias Fischer. Und fügt hinzu: »Jetzt brauchen wir dringend Erfolgserlebnisse.«
GEA: Der TSV Gammertingen befindet sich nach zehn Spieltagen im Tabellenkeller und nicht wie erwartet und erhofft in der Spitze. Gibt’s dafür eine Erklärung?
Helmut Oßwald: Das ist recht einfach zu erklären. Im ersten Saisonspiel in Weithart führten wir mit 2:0 und dominierten das Spiel nach Belieben. Dann verloren wir ohne Grund den Faden und gingen als 2:3-Verlierer vom Platz. Dieses Negativerlebnis passierte uns dann zwei Wochen später gegen den TSV Scheer noch einmal, als wir ebenfalls 2:0 vorne lagen und mit 2:3 unterlagen. Diese Nackenschläge sorgten dafür, dass bei unseren Spielern das Selbstvertrauen flöten ging. Sie bekommen die einfachsten Dinge nicht mehr umgesetzt. Dazu hatten wir Verletzungssorgen. Diese Phase müssen wir mit Erfolgserlebnissen in den nächsten Wochen überwinden. "Bei unseren Spielern ist das Selbstvertrauen flöten gegangen"
GEA: Bei Misserfolgen steht oft der Trainer am Pranger? Wie sieht diesbezüglich die Situation in Gammertingen aus?
Oßwald: Um alle Spekulationen im Keim zu ersticken: Am Trainer liegt es überhaupt nicht. Das Training ist gut. Der Coach stellt die Mannschaft gut ein. Wir vertrauen unserem Coach Lothar Winter absolut. Diese Auffassung ist einstimmig beim TSV Gammertingen. Letztlich sind die Spieler verantwortlich, was auf dem Platz passiert. Der Trainer kann die Tore nicht selber schießen.
GEA: Wie möchte der TSV den weiteren Saisonverlauf gestalten?
Oßwald: Fußball ist ein Ergebnissport. Wir müssen uns in den nächsten Wochen wieder Selbstvertrauen erarbeiten. Das geht nicht mit Schönspielerei. Wenn wir bessere Ergebnisse erzielen, kommt auch der Spaß zurück. Ich bin sicher, dass uns dies gelingen wird. Alle ziehen an einem Strang. Am Sonntag im Heimspiel gegen den SV Langenenslingen wollen wir den ersten Schritt in die richtige Richtung machen. (GEA)